
Am 27. September 2025 fand die Jungviehprämierung im Hohenloher Freilandmuseum in Wackershofen statt. Insgesamt 34 Limpurger Rinder im Alter von 10 Monaten bis zur ersten Kalbung konnten den Besuchern des Backofenfestes präsentiert werden. 8 Betriebe hatten Tiere für diesen Tag vorbereitet. Herzlichen Dank an Florian Barth, Thomas Blank, Harald Glasbrenner, Jürgen Holl, das Team der Kapfenburg, Familie Munz, Andreas Schneider, Gottfried Winter und allen Helfern für die gute Vorbereitung. Preisrichter Dieter Mebus und Michael Schmidt (beide RBW) sowie Zuchtleiterin Clara Dompert rangierten die Tiere in 7 Ringen.
Die Ringsieger:
- KN 1 Thomas Blank, Mittelfischach Rind geb. 25.11.2024 V: Herzram, M: Annalena v. Herswolf
- KN 7 Winter GbR, Laubach „Emmi“ geb. 5.8.2024 V:Heizer, M: Evelyn v. Rainau
- KN 11 Winter GbR, Laubach Rind geb. 7.7.2024 V: Hersfeld, M: Beate v. Rainau
- KN 16 JVA Schwäbisch Hall, Außenstelle Kapfenburg „Paula“ geb. 5.4.2024 V: Heinbit, M: Palina v. Intern
- KN 23 Harald Glasbrenner, Tüngental „Marlies“ geb. 13.10.2023 V: Heimdall, M: Maija v. Heizwuzz
- KN 29 Martin und Andrea Munz GbR, Haagen „Prunella“ geb. 23.07.2023 V: Aron, M: Pussy v. Halschrag
- KN 33 Jürgen Holl, Riedhof Rind geb. 26.02.2023 V: Wolf-Tim, M: Linda v. Heinbit
Bei der Auswahl der Gesamtsieger überzeugte in der Kategorie Sieger jung (Ringe 1-4) das Rind mit der Katalognummer 16, „Paula“, eine Heinbit-Tochter von der JVA Schwäbisch Hall Außenstelle Kapfenburg. Reservesiegerin wurde die Katalognumer 11, eine Hersfeld-Tochter vom Betrieb Winter GbR in Laubach. Beide Rinder stammen aus der Milchviehhaltung, verkörpern aber in idealer Weise den Doppelnutzungstyp des Limpurger Rindes. Ein harmonisches Exterieur mit guter Bemuskelung sowie trittsicherer Bewegung zeigten beide Rinder.
Um den Sieg bei den älteren Rindern konkurrierten die Siegertiere aus den Ringen 5-7. Zum Schluss standen zwei Nachkommen aus der Mutterkuhhaltung vorne. Den Reservesieg sicherte sich der Vorsitzende der Züchtervereinigung Limpurger Rind e.V., Martin Munz aus Untermünkheim-Haagen, mit einer Tochter des mischerbig genetisch hornlosen Deckbullen Aron. Katalognummer 29, „Prunella“ zeigte sich rassetypisch mit Hörnern und gutem Fleischansatz bei feinknochigem und solidem Fundament. Über den Siegertitel bei den älteren Rindern freute sich Harald Glasbrenner aus Tüngental mit seiner „Marlies“, einer Tochter seines Deckbullen „Heimdall“, der väterlicherseits auf die Zucht der Wilhelma zurückgeht. Mutter ist keine geringere als die Mutterkuhsiegerin der Landesrasseschau 2017, „Maija“. Bereits im Vorjahr konnte sich „Marlies“ mit ihrem gut gelagerten breiten Becken, ausgeprägter Bemuskelung und sehr gutem Fundament den Gesamtsieg unter den wenigen vorgestellten Rindern sichern. Umso schöner, dass sie Ihre Qualität in dieser starken Konkurrenz bestätigen konnte.
Mit 34 vorgestellten Rindern wurden außerordentlich viele Tiere präsentiert, die Qualität bei rassetypischer Erscheinung war insgesamt sehr hoch. Wenn alle diese Rinder züchterisch zum Einsatz kommen lässt das zuversichtlich in die Zukunft der Rasse Limpurger Rind blicken.
Für die Züchtervereinigung Limpurger Rind war es eine gelungene Veranstaltung mit der Möglichkeit zum Austausch unter den Züchtern am Rande des Rings. Das Backofenfest im Hohenloher Freilandmuseum bietet das passende Ambiente für die Jungviehprämierung einer alten Rasse und sorgt für die Wahrnehmung der züchterischen Arbeit in der Öffentlichkeit.
Vorführwettbewerb anlässlich des Backofenfestes in Wackershofen
Neben der Limpurger Jungviehprämierung gehört zur Veranstaltung auch ein Vorführwettbewerb für Kinder mit Kälbern aller Rassen, den die Züchtervereinigung Limpurger Rind in Kooperation mit dem Rinderzuchtverein Schwäbisch Hall veranstaltet. Auch hier wurde in 7 Ringen nach Alter gewertet. Clara Dompert und Dieter Mebus stellten in jedem Ring einen Sieger bzw. eine Siegerin heraus.
In ihren Ringen siegten:
- Luana Abele
- Anna Sauter
- Leo Schneider
- Lenja Abele
- Lina Schneider
- Hannah Blumenstock
- Clemens Schüle
Alle 28 Teilnehmenden zeigten tolle Leistungen, besonders bei den Älteren war am Ende manchmal „nur“ das passende Größenverhältnis von Vorführer und Rind ausschlaggebend. Den Zuschauern boten die farbenfroh geschmückten Kälber mit ihren schön gekleideten Vorführern ein tolles Bild! Einen Pokal und tolle Erfahrungen konnten am Ende alle mit nach Hause nehmen.
