Landes-Rasseschau PDF Drucken E-Mail

Miss Schechingen heißt Liselotte

Am Samstag, 24.06.2023 bot der historische Marktplatz von Schechingen

ein ungewohntes Bild. 18 Milchkühe und 11 Mutterkühe mitsamt ihren

Kälbern der Rasse Limpurger Rind wurden von ihren Züchtern präsentiert.

29 Kühe wurden Zuchtleiterin Clara Dompert und Dr. Alfred Weidele (RBW)

vorgestellt. Dabei wurde die Vielfalt innerhalb der Rasse, aber auch die hohe

Qualität der vorgestellten Tiere deutlich.

 

 

 

Jürgen Holl vom Riedhof in Heuchlingen präsentierte einen 24 Monate

alten Bullen aus seiner Zucht. „Hagendan“, ein Sohn des Deckbullen

„Hagen“ aus der LL-Kuh Dani (V: Inari) überzeugte durch Korrektheit

und ausgeprägte Bemuskelung.

 

 

Rangierung in den Ringen

Im ersten Ring stimmte die Katalogreihenfolge zufällig mit der Rangierung

überein. „Evelyn“, eine Rainau-Tochter von der Winter GbR, Laubach

setzte sich vor Roxana, eine Heiz-Rock-Tochter von Jürgen Holl, Riedhof

. Bereits im vergangenen September hatten diese beiden in Wackershofen

um den Sieg im Ring konkurriert.

Im zweiten Ring überzeugte Reseda, eine Intern-Tochter von der JVA

Schwäbisch Hall, Außenstelle Kapfenburg. Ihre Mutter, die Rainau-Tochter

„Rebecca“, musste sich im Ring der Kühe mit 2 Kalbungen nur ganz knapp

hinter der Ringsiegerin einreihen. Beide Kühe stammen vom Hohrainhof bei

Heilbronn und haben seit Mai 2022 eine Heimat auf der Kapfenburg in

Lauchheim-Hülen gefunden.

Den Ring der Kühe mit zwei Kalbungen entschied die Hermit-Tochter

„Efeu“ von der Hofgut Benedictus GbR für sich. Wolfgang Rinn stellte diese

Kuh mit sehr gutem Euter und stimmigem Gesamteindruck vor.

Die Klasse der Kühe mit 3-5 Kalbungen wurde in zwei Ringen unterteilt. Im

ersten Ring siegte die Herswolf-Tochter „Lieselotte“ von der Barth GbR,

Neuler-Bronnen, 3 Wochen nach ihrer vierten Kalbung optimal vorgestellt.

Den zweiten Ring entschied „Eva“ von der Winter GbR, Laubach zweifelsfrei

für sich. Die großrahmige Tochter des Rainau begeisterte mit herausragen-

dem Euter. Ihre Stallkollegin „Britta“ (V: Heizer) auf Rang zwei zeigte jedoch,

dass auch kleinere Kühe leistungsfähig sein können, sowohl hinsichtlich der

Milchleistung, als auch in der Bemuskelung.

Die 11 Mutterkühe wurden in drei Ringen vorgestellt. Deutlich zeigte sich ein

Trend zur rahmigen Kuh mit guter Bemuskelung, deren Milchleistung an den

mit vorgestellten Kälbern sichtbar wurde. Bei insgesamt hoher Qualität in

Körperbau und Euter wurden folgende Kühe nach vorne gestellt: Im ersten

Ring fiel die Wahl auf „Loni“, 6 Jahre alte Tochter des Halflor mit vier Kalbun-

gen von der Wasserhof GbR, Gschwend. Im zweiten Ring war es ihre

7-jährige Stallkollegin „Lilly“ von Inari, die neben dem eigenen Kalb ein

Adoptivkalb großzieht. Im dritten Ring zeigten drei über zehnjährige Kühe,

wie frisch sie auch nach 7, 9 und 10 Kälbern sind. Es siegte die älteste Kuh

der Schau, „Wilberta“ (V: Heinron) von Uwe Beißwenger, Oberrot-Ebersberg.

Sie präsentierte ein überragendes Bullenkalb vom Februar dieses Jahres.

 

 

Siegerauswahl

Eutersiegerin wurde die in diesem Merkmal überragende Rainau-Tochter „Eva“

von der Winter GbR in Abtsgmünd-Laubach. Bei den jungen Kühen mit 1

und 2 Kalbungen siegte die Intern-Tochter „Reseda“ von der JVA Schwäbisch Hall,

Außenstelle Kapfenburg. Die Herswolf-Tochter „Liselotte“ von der Barth GbR aus

Neuler-Bronnen überzeugte bei den Kühen mit mehr als 3 Kalbungen und wurde

die Siegerin der älteren Kühe. Siegerin bei den Mutterkühen wurde die Inari-

Tochter „Lilly“ von der Wasserhof GbR in Gschwend. Diese ist Mutter des

Besamungsbullen „Hermhof“.

 

Aus allen Siegertieren wurde dann die „Miss Schechingen“ gekürt, alsdie Kuh

über alle Klassen hinweg, die den Typ und das Zuchtziel der Limpurger an diesem

Schautag bestmöglich darstellt. Hier fiel die Wahl auf die „Liselotte“, eine

6 Jahre alte Kuh der Barth GbR in Neuler-Bronnen, die sich korrekt, frisch und im

ursprünglichen sowie erwünschten mittelrahmigen Limpurger Typ präsentierte.

Beeindruckend war, dass einige Kühe bereits an der letzten Rasseschau 2017

teilgenommen hatten, die sich noch immer frisch präsentierten.

 

 

Die Jungzüchter zeigten, dass auch der Nachwuchs hervorragend mit den Tieren

umgehen kann. Große Erfahrung und gelungene Vorbereitung zeigten Nico Beiß-

wenger (13) und Bea Stier (14), die ihre 5 Monate alten Kälber mit großer Umsicht

präsentierten und kompetent Auskunft über deren Haltung und Fütterung geben

konnten. Auch die jüngeren Teilnehmer zeigten ihr Können und waren mit Spaß bei

der Sache.

 

 

Danke an die 5 Milchvieh- und 6 Mutterkuhbetrieb, die sich die Mühe gemacht

haben ihre Tiere vorzubereiten und am Schautag vorzustellen! Neben dem

züchterischen Wettbewerb ist die Veranstaltung ein wesentlicher Beitrag zur

Öffentlichkeitsarbeit für die gefährdete Rasse Limpurger Rind in ihrer angestammten

Heimat.

Das anschließende gemeinsame Essen der Mitglieder der Züchtervereinigung und

deren Gäste rundete die gelungene Veranstaltung ab.

 

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